Glukose 6 Phosphat-Dehydrogenase Mangel

Ein Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase ist eine genetische Störung, die fast ausschließlich bei afroamerikanischen Männern auftritt. Dieser Zustand betrifft hauptsächlich rote Blutkörperchen, die Sauerstoff von der Lunge zu den Geweben im ganzen Körper transportieren. 

Was ist dies für ein Mangel?

Bei Betroffenen führt ein Defekt in einem Enzym dazu, dass rote Blutkörperchen vorzeitig abgebaut werden (Hämolyse). Das häufigste medizinische Problem im Zusammenhang mit einem Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase ist die hämolytische Anämie, die auftritt, wenn rote Blutkörperchen schneller zerstört werden, als der Körper sie ersetzen kann. Diese Art der Anämie führt zu Blässe, Gelbfärbung der Haut und des Weiß der Augen (Gelbsucht), dunklem Urin, Müdigkeit, Atemnot und einer schnellen Herzfrequenz. Bei Menschen mit einem Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase wird eine hämolytische Anämie am häufigsten durch bakterielle oder virale Infektionen oder durch bestimmte Medikamente (wie einige Antibiotika und Medikamente zur Behandlung von Malaria) ausgelöst. Eine hämolytische Anämie kann auch nach dem Verzehr von Fava-Bohnen oder einer erhöhten Zufuhr von Vitamin C über einem Gramm auftreten.

 

Ein Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase ist auch eine signifikante Ursache für leichte bis schwere Gelbsucht bei Neugeborenen. Viele Menschen mit dieser Störung haben jedoch nie Anzeichen oder Symptome und sind sich nicht bewusst, dass sie an dieser Krankheit leiden.

Wer hat diesen Mangel?

Schätzungsweise 400 Millionen Menschen weltweit leiden an einem Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase. Dieser Zustand tritt am häufigsten in bestimmten Teilen Afrikas, Asiens, des Mittelmeers und des Nahen Ostens auf. Es betrifft etwa 1 von 10 afroamerikanischen Männern in den Vereinigten Staaten.

Gerne können Sie einen Bluttest bei Ihrem Arzt machen, um zu erfahren, ob Sie einen Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel haben. Auch ist dieser Bluttest ist für 15 € in meiner Praxis durchführbar. Sollte bei Ihnen ein Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel festgestellt werden, dürfen keine Vitamin-C-Infusionen durchgeführt werden.